Hilfe gegen Migräne – Tipps aus eigener Erfahrung!

Was hilft wirklich gegen Migräne? Eine Zusammenfassung an praktische Beispielen, welche Methoden meiner Freundin geholfen haben, ihre Migränetage deutlich zu verringern.

Nachdem meine Freundin wirklich schon alles ausprobiert hat, von Atlastherapie über mehrere Besuche beim Osteopathen, Orthopäden, Kieferorthopäden, Physiotherapeuten, Augenarzt, Zahnarzt, Homöopathen, Schmerzklinikaufenthalte, MBSR-Kurs, Ernährungsumstellungen, Nahrungsergänzungsmittel beizumischen, Biofeedback, verschiedene Medikamente einzunehmen und noch vieles mehr und leider nichts wirklich geholfen hat. Haben wir bis jetzt den bestmöglichen Zustand erreicht und hoffen, dass sich die Anzahl der Migränetage noch weiter verringern wird.

Wir sind jedenfalls beide positiv gestimmt, da die Richtung schon mal stimmt 🙂

Alle Punkte die ich gleich aufzähle sind allesamt gleich wichtig für meine Freundin, es gibt kein besser oder schlechter. Wenn eine Gewisse Grenze überschritten ist, dann fängt die Migräne wieder an. Deshalb sollte man für sich selber versuchen, die besten Verhaltensmöglichkeiten und wenn nötig vorbeugende Medikamente zu finden und für sich speziell anzuwenden. Nun die Antworten zur wichtigsten Frage:

Was hilft wirklich gegen Migräne?

1. Ausdauersport

Sehr zur Besserung von Monis Kopfschmerzen beigetragen hat, so oft wie möglich Ausdauersport in ihren Tagesablauf mit einzubringen.

Meistens geht meine Freundin walken für ca. 30-45 Minuten. Also treibt Sie Sport mit eher mäßiger Belastung. In Studien wurde auch herausgefunden, dass regelmäßiger Ausdauersport Migräneattacken vorbeugen kann. Besonders wichtig ist dabei, dass die Intensität nicht zu hoch ist, da es sonst auch zu gegenteiligen Effekten kommen und der Sport Migräneattacken triggern kann.

Ideale Sportarten sind dabei Walken, Schwimmen und Radfahren mit mäßiger Belastung.

Wichtig dabei ist noch zu erwähnen, wenn sich schon eine Migräneattacke andeutet, dann wird an dem jeweiligen Tag auf Sport bzw. Yoga verzichtet und andere Entspannungsverfahren wie z.B. Atemübungen angewendet.

2. Gesunde Ernährung

Der nächste wichtige Punkt ist eine gesunde Ernährung.
Meine Freundin hat in diesem Bereich auch schon sehr viel ausprobiert. Sei es keine Tomaten mehr zu essen, möglichst kein Fleisch mehr zu essen, oder keine Schokolade mehr zu naschen. Unter anderem hat Sie sich auch an die Ernährungsmethoden der Ernährugs-Docs gehalten, was am Anfang auch gut geklappt hat. Deshalb wird ein Großteil aus diesem Ansatz immer noch umgesetzt.

Weggelassen wird zum Beispiel gereifter Käse, Bananen, Salami, weniger Süßes und alkoholische Getränke. Dies hat unseres Erachtens auch dafür gesorgt, dass die Anzahl der Migränetage gesunken ist. Obwohl wir beide die Meinung vertreten, dass auf etwas zu verzichten nicht wirklich etwas bringt, was die vorigen Versuche bei der Ernährungsumstellung gezeigt haben.

Fazit zu Punkt 2 ist: Man sollte sich gesund ernähren, regelmäßige Mahlzeiten zu sich nehmen und nur wirklich nichts essen, wenn man für sich persönlich festgestellt hat, dass dieses Lebensmittel einem nicht wirklich guttut und einen Migräneanfall mit auslösen kann.

3. Entspannungsverfahren

Zusätzlich versucht Moni jeden Tag Entspannungsverfahren, sprich Yoga, Atemmeditation oder progressive Muskelentspannung gleich am Morgen in ihrem täglichen Ablauf mit einzubinden.

Meine Freundin versucht die Entspannungsverfahren in Abwechslung mit dem  Ausdauersport jeweils einmal am Tag durchzuführen. Quasi montags Entspannungsverfahren (Yoga, und Atemübungen), dienstags Walken, mittwochs wieder Entspannungsverfahren usw.

Ja, das hört sich jetzt sicherlich stressig an, ist es wahrscheinlich auch und dafür bewundere ich Sie wirklich sehr. Da es sicherlich nicht einfach ist den Willen zu haben, das jeden Tag für ca. eine halbe Stunde auszuführen.

4. Stressreduktion

Der nächste wichtige Punkt ist Stressreduktion. Meine Freundin hat dabei mehrere MBSR-Kurse besucht, darin geht es zu lernen „Sich einzulassen auf den Moment“. Das bedeutet, achtsam durchs Leben zu gehen und die Gedanken und den Stresssituationen kultiviert zu begegnen und zu akzeptieren.

Gut geeignet dafür ist unter anderem die Achtsamkeits-Meditation und seit neustem auch das Waldbaden, welches Moni selber auch schon ausprobiert hat und nur wärmstens empfehlen kann.

5. Geregelter Tagesablauf

Besonders wichtig ist auch noch, einen geregelten Tagesablauf zu haben.

Bei Moni schaut der in etwa so aus: Früh um 7:15 Uhr aufstehen, frühstücken, anschließend Yoga oder Ausdauersport. Danach Vorbereitungen für ihre Arbeit oder Haushalt. Um ca. 12:30 Uhr Mittagessen, anschließend arbeiten von 13:30 -18:30 Uhr. Danach gibt es dann das Abendessen und um 23:00 Uhr geht es dann wieder ins Bett. Diese Zeiten werden sowohl unter der Woche wie auch am Wochenende bestmöglich eingehalten.

Positiver Nebeneffekt ist durch den geregelten Tagesablauf auch, dass Moni genügend Schlaf abbekommt, was bei Migräniker auch wichtig ist.

6. Positive Gedanken

Etwas schwieriger ist es zu versuchen negative Gedanken, welche die Migräne auslösen können zu stoppen und durch positive Gedankengänge zu ersetzen.

Das hört sich jetzt sicherlich nicht einfach an und ist es auch nicht, aber durch ständiges Üben, eventuell auch im Rahmen einer Psychotherapie kann das gelingen.

7. Vorbeugende Medikamente

Ganz ohne Medikamente geht es leider nicht, darum nimmt meine Freundin einmal täglich vor dem ins Bett gehen eine Tablette Metoprolol (Betablocker). Dieses Medikament verträgt Moni am besten und von ihren Verhältnissen ist das auch richtig dosiert, da am Anfang eine Überdosierung vorlag und dadurch Spannungskopfschmerzen ausgelöst wurden.

Es gibt ja noch viele andere Substanzen zur Migräneprophylaxe, davon hat meine Freundin eine Zeitlang noch Topiramat eingenommen, was Sie allerdings überhaupt nicht vertragen hat und dadurch war das Medikament nicht geeignet für Sie.

Jedenfalls muss jeder Migränepatient selber für sich herausfinden, ob ein vorbeugendes Medikament für ihn infrage kommt und falls ja, welches für ihn geeignet sein könnte und darauf achten, dass die Dosierung richtig eingestellt ist.

Außerdem nimmt meine Freundin jeden Tag, ebenfalls vor dem ins Bett gehen noch zwei Tabletten Migravent, welches sich als sehr geeignet bei ihr erwiesen hat.

8. Verständnis von Mitmenschen

Der nächste Punkt, der noch viel hilft ist natürlich auch einer der wichtigsten und zwar das Verständnis von den Mitmenschen mit der Migräne umzugehen und nicht noch mehr Druck aufzubauen. Solche Sprüche wie „Na, gestern mal wieder zu viel getrunken?“ oder „Das kommt eindeutig von Ihren vielen Tabletten!“ Sind sicherlich nicht fördernd und das engste Umfeld sollte wenigsten aufgeklärt und offen darüber informiert werden, dass man an Migräne leidet.

Ich selber, habe ebenso erst eine gewisse Zeit gebraucht zu verstehen, was es mit dieser Krankheit auf sich hat und akzeptiert, dass man mit Migräne oftmals nicht so leistungsfähig ist, wie ohne diese Erkrankung. Deshalb ist es auch wichtig, dass man Unterstützung von den engsten Freunden, dem Lebenspartner und von der Familie erfährt.

Fazit

Bis jetzt sind wir auf einen sehr guten Weg und ich bin auch sehr stolz auf meine Freundin, die Ausdauer zu haben, um das alles durchzuziehen.

Die nächsten Ziele sind für uns beide noch, die vorbeugenden Medikamente gänzlich abzubauen, die restlichen Migränetage durch nochmaliges auszuprobieren von Biofeedback und einer Ayurvedakur in Indien weiter zu reduzieren und einfach eine gute Zeit miteinander zu haben 😊.

Anmerkung: Für jeden einzelnen Punkt wird es nochmal einen separaten Blog-Artikel geben, welcher mehr ins Detail geht!

Weiter zum ersten Teil der Reihe:

Sport bei Migräne – Migräneattacken vorbeugen

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Über uns

Hallo, schön, dass du auf unseren Blog aufmerksam geworden bist 🙂

Wer wir sind?

Ich bin Andi und meine Freundin heißt Moni. Wir sind ein wirklich glückliches Paar, nur leider hat meine Freundin seit ihrer Kindheit mehrere Tage im Monat Migräne. Das ist für sie natürlich nicht immer einfach und macht auch mich als Außenstehenden oft sehr traurig, jemanden so leiden zu sehen und nicht wirklich etwas machen zu können. „Über uns“ weiterlesen

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