Stress vermeiden – Kopfschmerzen vorbeugen

Durch Stressvermeidung Migräneattacken entgehen. Im vierten Teil der Reihe geht es darum, wie es meiner Freundin gelingt, Stress vorzubeugen und in stressigen Situationen richtig zu reagieren.

Stress, Relax
©pixabay, Gerd Altmann

Was ist Stress überhaupt?

Verschiedene Reize oder bestimmte Situationen können bei den Menschen Stress auslösen. Allerdings muss man unterscheiden: Was für den einen Betroffenen Stress bedeutet, wird von einem anderen noch nicht als Stress empfunden.

Jeder Betroffene bewertet verschiedene Reize unterschiedlich, welche laut dem Psychologen Richard Lazerus, in den Bereichen positiv, stressend und irrelevant eingeordnet werden. Sollte eine bestimmte Situation als stressend eingestuft werden, so kann man lernen, durch Stressbewältigung die Situation neu zu bewerten und dadurch den negativen Stress erst gar nicht entstehen zu lassen.

Besonders gut erklärt wird das Entstehen von Stress in dem folgenden Video: Die Entstehung von Stress – Das Stressmodel nach Lazarus

Migräne, Kopfschmerzen, Arbeit, Stress
©pixabay, Lukas Bieri

Wie kann man Stress vermeiden?

Zuallererst sollte man herausfinden, was einen stresst und warum das so ist. Am einfachsten dies herauszufinden, geht es mit einem Stresstest.

Der nächste Schritt ist nun zu lernen, im Stressmanagement Prioritäten zu setzen und auch mal „Nein!“ zu sagen. Ebenso im privaten wie im beruflichen Bereich.

Außerdem ist es noch wichtig, sich seine Zeit richtig einzuteilen. Dabei sollte man sich die Fragen stellen: Wie kann ich verschiedene Aufgaben sinnvoll planen und unnötige Zeitfresser vermeiden? Hilfreiche Tipps und Anregungen gibt es in dem Buch von  Lothar J. Seiwert, „Das 1×1 des Zeitmanagement“.

Ebenfalls sollte man lernen, Aufgaben abzugeben und auch andere Familienmitgliedern mit Nachdruck aufzufordern, Erledigungen zu übernehmen oder im Haushalt mitzuhelfen. Dazu ist natürlich auch Durchsetzungskraft nötig, welche meine Freundin sicherlich hat.

Notizbuch
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Nachdem wir nun geklärt haben, was Stress überhaupt ist und welche Möglichkeiten es gibt, seine Zeit besser einzuteilen, stellt sich nun die Frage:

Was unternimmt meine Freundin gegen den Druck im Speziellen mit ihrer Krankheit „Migräne“ und wie geht sie damit um?

Neben diversen Entspannungs- und Achtsamkeitsübungen und das Ausüben von Ausdauersport, ist eine Gesunde Ernährung ebenso wichtig um Stress abzubauen. Außerdem gehen wir gemeinsam noch so oft wie möglich raus an die frische Luft und in die Natur. Ein kleiner Waldspaziergang bewirkt oft Wunder.

Wegen ihrer Kopfschmerzen ist es meiner Freundin leider auch nicht möglich, Vollzeit zu arbeiten, deshalb kommt ihr sicherlich auch die verkürzte Arbeitszeit zu Gute. Sollte es auf der Arbeit doch mal sehr stressig werden, dann wird auch mal eine kleine Pause von ein paar Minuten für eine Kurzentspannung eingelegt. Dies kann man lernen, ganz nach dem Zitat von S.J. Harris:

„Es ist an der Zeit, auszuruhen, wenn Sie keine Zeit dazu haben.“

chillen
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Fazit

Zuallererst sollte man einen Stresstest machen, um festzustellen, was einen reizt und negativ beeinträchtigt. Anschließend kann man durch gezieltes Einsetzen von Zeitmanagement und das Verteilen von Arbeiten viele Lasten abgeben. Ebenso ist es noch wichtig, auch mal „Nein“ zu sagen und auf sich zu achten.

Sport sowie Entspannungsübungen bieten sich als Ausgleich an. Wie meine Freundin kann man auch noch in Betracht ziehen, beruflich kürzer zu treten, wenn es denn finanziell möglich ist.

Da Stress zu den Hauptauslösern einer Migräneattacke zählt, ist es ganz wichtig, zu versuchen, lockerer durchs Leben zu gehen und nicht alles zu ernst zu nehmen, auch wenn es mit der Krankheit „Migräne“ sicherlich nicht leicht fällt!

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3 Antworten auf „Stress vermeiden – Kopfschmerzen vorbeugen“

  1. Lieber Andi, liebe Mona,
    bin ganz gerührt von eurem Blog. Ich hab auch nicht zu knapp mit Migräne zu kämpfen und auch deswegen meine Arbeitszeit verkürzt. Ich habe glücklicherweise auch einen Mann, der mich so toll unterstützt, wie du Andi das für Mona tust. Das freut mich sehr! Aus meinen Begegnungen mit anderen Migränikern weiß ich, dass das keine Selbstverständlichkeit ist.

    Eure Herangehensweise an die Krankheit gefällt mit gut, ich habe die gleichen Methoden für mich als hilfreich erfahren. Die Suche nach Wunderheilung hat mich auf jeden Fall noch nie in eine gute Richtung gebracht.
    Deswegen freue ich mich sehr über euren Blog. Es wird anderen Migräne Menschen auf jeden Fall helfen, wenn sie erfahren, dass man auch mit Migräne ein schönes Leben haben kann, wenn man die Krankheit akzeptiert und sich damit arrangiert. Es gibt trotzdem noch vieles, was man machen kann, damit die Migräne gelindert wird.

    Ich schreibe selber auch einen Blog über Migräne, vielleicht mögt ihr ja mal vorbeischauen. Ich würde mich freuen. Ich wollte auch noch mal einen Beitrag darüber schreiben, wie meine Migräne für meinen Mann bzw. für meine Familie ist. Da würde ich dann gerne zu euch verlinken, wenn es euch recht wär? Dauert aber auch noch ein bisschen…

    Ich würde auch gerne etwas darüber lesen, wie es für den Partner so ist, wenn die Freundin leidet und man es ihr nicht abnehmen kann. Wie es einem damit so geht. Als Mann würde man ja gerne „reparieren“ ( ich hoffe, ich tu dir mit dem Klischee nicht unrecht Andi). War nur so ne Idee. Vielleicht willst du ja auch so etwas Persönliches nicht schreiben…

    Ich wünsche euch beiden einen schönes migränefreies Wochenende.
    Viel Erfolg mit eurem Blog, viele nette Besucher und einen schönen Austausch!
    Liebe Grüße,
    Nina

    1. Hallo Nina, schön, dass du uns schreibst.

      Deinen Blog haben wir uns eben schon mal angeschaut und er ist wirklich super geworden, da du ebenso wie meine Freundin versuchst, dein Wissen über die „Krankheit“ Migräne weiterzugeben. Ein Wundermittel gibt es leider nicht, aber vielleicht können wir dem einen oder anderen dadurch ein bisschen helfen und auch Möglichkeiten aufzeigen, die Besserungen bringen können.

      Über meine persönlichen Erfahrungen als Beziehungspartner mit einer Migränikerin werden sicherlich noch einige Beiträge auf unserem Blog erscheinen. Allerdings möchte ich erstmal alle Punkte abarbeiten, welche meiner Freundin geholfen haben.
      Da ich leider beruflich sehr eingespannt bin, wird das sicherlich noch etwas Zeit in Anspruch nehmen. Über eine Verlinkung zu unserer Seite würden wir uns jedenfalls sehr freuen 🙂

      Ebenso möchte ich selber noch eine Kategorie eröffnen, welche andere Seiten sich mit dem Thema „Migräne“ beschäftigen und empfehlenswert sind. Dabei würde ich auch gerne deinen Blog in dieser Liste mit aufnehmen.

      Danke für die guten Wünsche.
      Dir soweit auch alles Gute und möglichst viele kopfschmerzfreie Tage!

      Liebe Grüße,
      Andi

      1. Freut mich, dass euch mein Blog auch gefällt.
        Ich werde auf jeden Fall sobald es inhaltlich passt, zu euch verlinken und ihr dürft mich natürlich auch gerne aufnehmen.

        Und Hut ab, dass du dich neben einer Vollzeitstelle noch dem Unternehmen Migräne Blog widmest! Aber das ist auf jeden Fall eine lohnenswerte Aufgabe.

        Dann bis bald mal…

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